Für ihre Grundlagenforschung, die sich dem Sehen und möglichen Therapien gegen Sehverlust widmet, wurden zwei Wissenschaftler ausgezeichnet: Botond Roska ist Professor an der Universität Basel und wissenschaftlicher Direktor am Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie Basel (IOB), José-Alain Sahel ist Lehrstuhlinhaber an der Universität Pittsburgh.
Sie erhalten zusammen den António Champalimaud Vision Award 2026. Der mit einer Million Euro dotierte Preis ist die weltweit höchstdotierte Auszeichnung im Bereich der Sehforschung und Augenheilkunde. Roska hatte 2020 auch den renommierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft, ebenfalls mit einer Million Euro dotiert, erhalten.
Die Arbeit der beiden Forscher habe wesentlich dazu beigetragen, neue Ansätze zur Wiederherstellung der Sehfunktion zu entwickeln, teilt die Universität Basel mit. Ein Schwerpunkt liegt auf optogenetischen Therapien. Diese zielen darauf ab, noch erhaltene Zellen der Netzhaut lichtempfindlich zu machen, wenn die natürlichen Fotorezeptoren des Auges krankheitsbedingt verloren gegangen sind.
In ihrer langjährigen Zusammenarbeit haben Roska und Sahel grundlegende Erkenntnisse über die neuronalen Schaltkreise der Netzhaut in neue therapeutische Strategien und klinische Forschung überführt.
„Ich fühle mich sehr geehrt, diesen renommierten Preis gemeinsam mit José-Alain Sahel zu erhalten“, sagt Roska. „Die Auszeichnung gibt uns den Freiraum, weiterhin mutige Fragen zu stellen und neue Wege zur Wiederherstellung des Sehvermögens zu verfolgen.“