Wie lassen sich Barrieren im Verkehr, beim Bau und bei der Digitalisierung reduzieren? Mit dieser Frage beschäftigten sich 28 Teilnehmende auf einer Fachtagung des DBSV vom 16. bis 17. Oktober. Das Informations- und Netzwerktreffen der Verantwortlichen für Umwelt und Verkehr der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe fand in Fulda statt.
Neben Mitgliedern des Gemeinsamen Ausschusses für Umwelt und Verkehr (GFUV) waren die folgenden Landesvereine des DBSV vertreten:
- Allg. Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin e. V.
- Badischer Blinden und Sehbehindertenverein V.m.K.
- Bayerischer Blinden- u. Sehbehindertenbund e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenverein Bremen e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenverband Nordrhein e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e. V.
- Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg e. V.
Den Auftakt machte Sarah Karge, Projektleiterin des DBSV-Projekts „Verkehrsraumgestaltung und barrierefreie Mobilität – Normung als Schlüssel für mehr Teilhabe“. Sie stellte die Arbeit des Projektes vor und verwies auf wichtige Gesetzesänderungen im Themengebiet.
Direkt im Anschluss berichteten Eberhard Tölke und Brigitte Buchsein über die Arbeit der programmbegleitenden Arbeitsgruppe zur Barrierefreiheit bei der Deutschen Bahn. Neben aktuellen Herausforderungen spielte insbesondere das Thema Digitalisierung eine wichtige Rolle.
Ein weiterer Themenblock widmete sich kostengünstigem und einfachem Bauen. Peter Woltersdorf (ABSV) gab den Teilnehmenden wichtige Handlungsempfehlungen für die weitere Zusammenarbeit mit Planerinnen und Planern auf Länderebene auf den Weg - insbesondere mit Blick auf den Gebäudetyp E und den Hamburger Standard.
Am Samstag rückte noch einmal konkret die Normungsarbeit in den Mittelpunkt. Neben dem Impuls von Eberhard Tölke zu den Grundlagen und aktuellen Neuerungen in der Normungsarbeit, wurden auch die DBSV-Projekte zum Thema Digitalisierung vorgestellt, die mit praxisnahen Handreichungen und Trainings die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes sowie des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes begleiten.
Neben den fachlichen Vorträgen gab es auch die Möglichkeit zum offenen Austausch, der aufgrund der thematischen Breite und der vielen Neuerungen im Bereich Barrierefreiheit von den Teilnehmenden besonders begrüßt wurde. Beim gemeinsamen Diskutieren und Vernetzen zeigte sich, wie viel der persönliche Austausch und die Zusammenarbeit vor Ort in der Barrierefreiheit bewegen kann.