Vereine finden mit parasport.de

Seit zwei Jahren gibt es den Vereinsfinder für Menschen mit Behinderung auf der Online-Plattform parasport.de des Deutschen Behindertensportverbands (DBS). Inzwischen haben 250 Vereine bundesweit ihre Angebote dort veröffentlicht. Der DBS wünscht sich, dass noch viel mehr Sportvereine ihre Türen für Menschen mit Behinderung öffnen, um Teilhabe am Sport in der Praxis zu ermöglichen.

Deutschlands Sportvereine können ihre Angebote für Menschen mit Behinderung auf der Plattform parasport.de selbstständig eintragen. So können sowohl die Möglichkeiten gebündelt und anschaulich präsentiert werden als auch Kontakte zwischen Vereinen und Menschen mit Behinderung in der Region entstehen.

Alle 86.000 Sportvereine sind gefragt

Vier Kinder, zum Teil mit Behinderung, rennen Hand in Hand über eine Wiese. Sie tragen bunte T-Shirts und haben Spaß.
Zusammen macht Sport viel Spaß  ·  Bild: DBS/ Mika Volkmann

„Wir freuen uns, dass die Marke von 250 Vereinen, die ihre Angebote auf der Plattform parasport.de eingetragen haben, endlich geknackt ist“, sagt DBS-Präsident Hans-Jörg Michels. Es müsse jedoch noch mehr passieren, damit die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Sport zur Selbstverständlichkeit wird. „Wir brauchen die rund 86.000 Sportvereine in Deutschland, um auch für Menschen mit Behinderung ein flächendeckendes bzw. wohnortnahes Sporttreiben zu ermöglichen“, erklärt Michels.

Die Plattform parasport.de bündelt vielfältige Informationen, stellt aktuelle Termine und direkte Kontakte ebenso bereit wie Erklärvideos zu allen paralympischen Sportarten.

Engagement der Sportvereine leicht gesunken

Aus dem aktuellen Sportentwicklungsbericht des Deutschen Olympischen Sportbundes geht hervor, dass das Engagement der Sportvereine für Menschen mit Behinderung leicht gesunken ist, nämlich von 25 auf 23 Prozent. „Wir hatten uns eine andere Entwicklung erhofft, zumal der DBS mit seinen Landes- und Fachverbänden in den vergangenen Jahren viele Projekte und Maßnahmen auf den Weg gebracht hat, um Menschen mit Behinderung für den Sport zu begeistern“, meint Michels. „Gleichzeitig wurden und werden Vereine dafür sensibilisiert, sich für Menschen mit Behinderung zu öffnen. Fest steht: Der größte Faktor, der das Sporttreiben verhindert, sind fehlende Vereine und Angebote.“

Der DBS versucht, diesem Status quo entgegenzusteuern, zum Beispiel mit dem Handbuch Behindertensport, der „SportWoche für Alle“ und der Internetplattform parasport.de. Doch für eine positive Entwicklung der Teilhabe im Sport brauche es, so DBS-Präsident Michels, den festen Willen vieler gesellschaftlicher Akteure. „Für eine nachhaltige Wirkung sind wir angewiesen auf die bestehenden Sportstrukturen, auf die Bereitschaft der Übungsleitenden und letztlich auf Wirtschaft und Politik, die die nötigen Rahmenbedingungen dafür schaffen muss.“

Weitere Informationen zum Vereinsfinder für Menschen mit Behinderung auf www.parasport.de

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