Trockene AMD: Wirkstoff in den USA zugelassen

Die Trockene Altersabhängige Makuladegeneration gilt bisher als nicht behandelbar. Für die Spätform der Trockenen AMD, die geographische Atrophie, wurde nun Ende Februar in den USA mit dem Wirkstoff Pegcetacoplan erstmals eine Behandlung zugelassen. Damit soll eine Verlangsamung der Krankheit erreicht und zum Beispiel die Lesefähigkeit länger erhalten werden.

Bei der geographischen Atrophie kommt es zu einem Absterben (Atrophie) der Photorezeptoren im Bereich des schärfsten Sehens der Netzhaut. Symptome der geographischen Atrophie sind zum Beispiel eine eingeschränkte Sehkraft und zentrale Gesichtsfeldausfälle. Das Lesen fällt zunehmend schwerer, Gesichter werden schlechter erkannt.

Auftreten von Nebenwirkungen

Als Nebenwirkung trat in Studien in manchen Fällen (weniger als 15 Prozent) eine Neubildung von Blutgefäßen unter der Netzhaut, eine makuläre Neovaskularisation, auf. „Dieser Übergang in die feuchte Form der AMD kommt auch im natürlichen Verlauf der geographischen Atrophie vor, in der behandelten Gruppe war sie jedoch häufiger.

Was dies für die Sehkraft bedeutet, muss in weiteren Studien geklärt werden“, sagt Prof. Dr. Sandra Liakopoulos von der Uni-Augenklinik Frankfurt. Für die Behandlung der feuchten AMD stehen Glaskörperinjektionen mit VEGF-Hemmern zur Verfügung.

Eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur über eine Zulassung des Wirkstoffs Pegcetacoplan in Europa wird im kommenden Jahr erwartet.

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