Mit drei Tandems zu den Paralympics nach Paris

Zwei Tandems fahren hinter einander durch einen sonnigen Park. Sie sind mit Fahrradtaschen und Rucksack bepackt. Um den Arm einer Radfahrerin und hinten am Fahrrad ist die Blindenplakette beschäftigt. Sie tragen lockere Kleidung und Fahrradhelme.
Zwei Tandems fahren hinter einander durch einen sonnigen Park. Sie sind mit Fahrradtaschen und Rucksack bepackt. Um den Arm einer Radfahrerin und hinten am Fahrrad ist die Blindenplakette beschäftigt. Sie tragen lockere Kleidung und Fahrradhelme.  ·  Bild: DBSV/A. Friese

Auf zwei Rädern zu den Paralympics zu fahren – diese Idee sollte bereits zu den Spielen von Tokio 2020 Realität werden. Planmäßig startete die Tour auch im März 2020 in Berlin Richtung Polen. Wegen der Covid-19-Pandemie mussten die Beteiligten ihr Unternehmen jedoch damals abbrechen.

In diesem Jahr will der Initiator Jürgen Pansin die Idee, mit dem Rad zu den Paralympics zu fahren, umsetzen: Pansin ist blind und geht nun mit einem neuen Piloten und zwei weiteren Teams an den Start. Sie kennen sich aus der Tandemgruppe des Berliner Blinden- und Sehbehindertensportvereins.

Die sechs Fahrer – drei sehbehindert bzw. blind und drei sehende Piloten – werden am 7. August auf dem Pariser Platz in Berlin starten. Nach 18 Tagen, die sie in 15 Etappen zurücklegen, wollen sie nach 1.160 Kilometern am Arc de Triomphe in Paris ankommen.

Die Fahrt führt durch Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, die Niederlande, Belgien und Frankreich. Auf dem Weg durch Deutschland soll in markanten Orten gehalten werden, um Möglichkeiten der Begegnung mit sehbehinderten und blinden Menschen sowie Vertretern aus Sport und Politik zu schaffen. Ein solcher Halt wird zum Beispiel in Potsdam und Magdeburg, in Münster und Aachen eingelegt. In Hannover soll es ein Treffen mit DBSV-Präsident Hans-Werner Lange geben. Auch in den Niederlanden, in Belgien und Frankreich sind Begegnungen geplant, um die Botschaft des inklusiven sportlichen und sozialen Miteinanders zu verbreiten. Auch Coupvray, der Geburtsort von Louis Braille, steht auf dem Tourplan.

In Paris wird das Tandem-Team verschiedene Wettkämpfe besuchen, ebenso das Deutsche Haus, das Stadion Jean-Bouin, und es wird Sportlerinnen und Sportler des paralympischen Teams treffen.

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