„HoloAudioTour“ im Deutschen Museum Nürnberg

Eine blinde Frau mit kurzen Haaren und Langstock bei der HoloAudioTour im Deutschen Museum Nürnberg. Sie trägt eine AR-Brille, in der einen Hand hält sie eine Fernbedienung. Mit der anderen Hand ertastet sie eine Erklärtafel.
Bild: Simone Voggenreiter

Das Deutsche Museum Nürnberg bietet blinden und sehbehinderten Gästen eine sogenannte HoloAudioTour an. Sie können die Ausstellung damit selbstständig erkunden.

Die HoloAudioTour nutzt die Technologie Augmented Reality (AR). Eine AR-Brille bietet Zugang zu den Inhalten des Museums und navigiert die Besucherinnen und Besucher mit akustischen Signalen. Durch eine farbige Einspielung auf der holografischen Linse der Brille können seheingeschränkte Menschen auch visuell der Route folgen. Farben, Klang und Abspielgeschwindigkeit sind aus verschiedenen Optionen individuell wählbar.

Es gibt Hörtexte, taktile Stationen, Gerüche und interaktive Elemente. Beispielsweise erfahren blinde Menschen, welche Wirkung durch Künstliche Intelligenz erzeugte Klänge haben können. Sie ertasten Modelle des menschlichen Gehirns.

Verschiedene Touren führen durch das Museum und eröffnen ethische Fragestellungen zu Zukunftstechnologien. Die Routen bestehen aus rund 20 Einzelstationen und sind kombinierbar. Bereits vorhanden sind Touren zu den Bereichen „Körper und Geist“, „Arbeit und Alltag“, „System Stadt“ sowie „System Erde“.

Die Gäste erhalten eine technische Einführung und haben die Möglichkeit, sich mit der Handhabung der Brille vertraut zu machen. Das Angebot kann von Einzelpersonen gebucht werden.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Inclusify/ACP Digital aus Nürnberg sowie blinden und sehbehinderten Menschen entwickelt und vom Freundeskreis des Museums finanziert.

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