Projekt „GaViD-Sinne“: Stützpunkte eröffnet

Nahaufnahme von sich berührenden Händen beim Lormen: Die linke Hand einer Person liegt mit der Handfläche nach oben in der linken Hand einer zweiten Person. Diese tippt mit den Fingern ihrer rechten Hand Lormzeichen in die Hand der ersten Person.
Bild: DBSV/Strutz

Die Versorgung und die gesellschaftliche Teilhabe hörsehbehinderter und taubblinder Menschen zu verbessern – das ist das Ziel des Projekts „GaViD Sinne“. GaViD steht für „Ganzheitliche Versorgungsstützpunkte und interdisziplinäre Diagnostik für Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit“. Entwickelt wurde es vom Deutschen Taubblindenwerk; Projektpartner sind die „Nikolauspflege – Stiftung für blinde und sehbehinderte Menschen“, die Blindeninstitutsstiftung sowie weitere Partner.

Das Projekt soll die medizinische Diagnostik, Beratung und Begleitung für hörsehbehinderte und taubblinde Menschen stärken. Hintergrund ist, dass viele Menschen mit Beeinträchtigungen beider Fernsinne bisher keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten, wie das Taubblindenwerk berichtet.

Die Versorgungslücken sollen durch vier spezialisierte Diagnostik- und Versorgungsstützpunkte geschlossen werden. Die Stützpunkte wurden in Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken in Berlin, Hannover, Stuttgart/Tübingen und Würzburg eingerichtet. In Hannover, Würzburg und Stuttgart wurden sie Anfang Dezember 2025 eröffnet. Im März soll der Stützpunkt Berlin folgen.

Gesetzlich Versicherte mit doppelter Sinnesbeeinträchtigung erhalten an den Stützpunkten individuelle Diagnose- und Unterstützungsangebote. Diese richten sich an alle Altersgruppen. Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Sehen, Hören und Kommunikation. Ergänzend erfolgt eine umfassende Beratung zu Hilfsmitteln und Unterstützungsmöglichkeiten.

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