Verbändebündnis fordert: Deutsche Bahn soll analogen Zugang erhalten

Mehrere BahnCards aus Kunststoff für verschiedene Rabattstufen (25, 50). liegen übereinander. Sie sind weiß mit einem farbigen Streifen in der Mitte.
Mehrere BahnCards aus Kunststoff für verschiedene Rabattstufen (25, 50). liegen übereinander. Sie sind weiß mit einem farbigen Streifen in der Mitte.  ·  Bild: Pixelio/Tim Reckmann

Der DBSV fordert mit 28 Organisationen der Zivilgesellschaft die Deutsche Bahn auf, Menschen, die das Internet nicht nutzen, nicht von Mobilitätsangeboten auszuschließen. In einem offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Dr. Richard Lutz, heißt es: „Gewährleisten Sie einen analogen Zugang zu BahnCard und Sparpreisen, der ohne Mehrkosten und barrierefrei von allen, auch von sogenannten Offlinern, genutzt werden kann.“

Die Verbände reagieren darauf, dass die Deutsche Bahn angekündigt hat, die BahnCard vom 9. Juni 2024 an ausschließlich in digitaler Form auszugeben. Die Deutsche Bahn bietet als Alternative einen Papierausdruck, der jedoch ebenfalls ein digitales Kundenkonto und eine E-Mail-Adresse erfordert. Bereits seit Oktober 2023 werden Sparpreis-Tickets nicht mehr als klassische Papierfahrkarten verkauft.

Über Änderungen bei den Dienstleistungen und Angeboten müsse es frühzeitige, vollständige und verständliche Informationen geben, fordert das Verbändebündnis. Im Vorfeld der Entscheidungen sollten Betroffenen- und Verkehrsverbände einbezogen werden.

Diese Einbindung ist auch DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke wichtig. Er sagt: „Wir brauchen ein Angebot, das alle erreicht, auch diejenigen, die keine Bahn-App nutzen. Die Bahn muss mit den Verbänden endlich einen Partizipationsprozess führen, der diesen Namen verdient.“

Die unterzeichnenden Organisationen wenden sich ausdrücklich nicht gegen digitale Angebote der Deutschen Bahn. Vielmehr sind unterschiedliche Zugänge zu den Angeboten notwendig, um den Bedürfnissen der vielfältigen Kundschaft Rechnung zu tragen. Der offene Brief wurde vom DBSV und unter anderem der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen – initiiert.

Zum offenen Brief

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