Start der Koalitionsverhandlungen: DBSV fordert Investitionen in Barrierefreiheit

Auf purpurfarbenem Hintergrund prangt das Bildzeichen des DBSV in Weiß: Ein Auge, das auf der linken Seite scharf gezeichnet und auf der rechten Seite mit auslaufenden Punkten unscharf angedeutet ist.

Zum Start der Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD fordert der DBSV gezielte Investitionen in Barrierefreiheit. Das geplante Sondervermögen für Infrastruktur in Höhe von 500 Milliarden Euro müsse genutzt werden, um alltägliche Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen.

"500 Milliarden Euro dürfen nicht an behinderten Menschen vorbeigehen. Wir brauchen den klaren politischen Willen, durch diese Investitionen echte Verbesserungen für die Teilhabe zu schaffen", erklärt Christiane Möller aus der DBSV-Geschäftsführung.

Über finanzielle Mittel hinaus fordert der Verband, dass sich die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag klar zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bekennt. Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes, des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes seien dringend erforderlich, betont Möller: "Barrierefreiheit ist keine soziale Wohltat, sondern in einer älter werdenden Gesellschaft eine Notwendigkeit und eine Chance für Deutschland."

Mit seinem Appell steht der DBSV nicht allein: Auch der Deutsche Behindertenrat (DBR) fordert in den Koalitionsverhandlungen eine stärkere Verankerung von Inklusion und Teilhabe im Regierungsprogramm.

Zudem setzt sich der DBSV gemeinsam mit dem Verband Deutscher Privatschul-Verbände und dem VDB Physiotherapieverband für Verbesserungen in der Ausbildung im Bereich Physiotherapie ein. Die Forderungen wurden an die Arbeitsgruppe herangetragen, die sich mit den Themen Gesundheit und Pflege befasst.

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