Bund der Kriegsblinden löst sich 2026 auf

Logo vom Bund der Kriegsblinden Deutschlands: ein nackter Mann mit Schild in der Hand beugt sich zur Seite und bedeckt seine Augen.
Logo Bund der Kriegsblinden Deutschlands  ·  Bild: BKD

Der Bund der Kriegsblinden Deutschlands e. V. (BKD) wird sich zum 30. Juni 2026 aufgrund stark gesunkener Mitgliedszahlen auflösen. Die etwa hundert verbliebenen Mitglieder sollen die Möglichkeit erhalten, beim DBSV aufgenommen zu werden. Wie das gestaltet werden kann, wird aktuell geprüft.

Die älteste deutsche Kriegsopferversorgung – der BKD – wurde 1949 als Nachfolgerin des 1916 in Berlin gegründeten „Bundes erblindeter Krieger“ ins Leben gerufen. Die Landesvereine und Bezirksgruppen des BKD setzen sich auf vielfältige Weise für ihre Mitglieder ein, beispielsweise durch die Vertretung vor Verwaltungsbehörden und die Zusammenarbeit mit Landesregierungen und den für Sozialpolitik zuständigen Landtagsabgeordneten.

Daneben ist der BKD auch für die Vergabe des Hörspielpreises der Kriegsblinden bekannt. Seit 1950 werden jedes Jahr Autorinnen und Autoren für das beste von einem deutschsprachigen Sender ausgestrahlte Hörspiel ausgezeichnet.

Im Jahr 2020 hat der DBSV die Trägerschaft für den Hörspielpreis der Kriegsblinden vom BKD übernommen. Der Hörspielpreis 2025 wird noch in diesem Jahr vergeben. Das Konzept wurde erneuert. Ausgezeichnet werden nun ein innovatives oder künstlerisches Hörspiel, ein fiktionaler Podcast und ein dokumentarischer Podcast.

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