Keinen Deutschen Preis für Audiostories gibt es in diesem Jahr, weil die Film- und Medienstiftung NRW (FMS) aus der Trägerschaft des ehemaligen Hörspielpreises der Kriegsblinden ausgestiegen ist. Nach mehr als 30 Jahren zieht sich die Stiftung zudem auch aus der Umsetzung des Preises zurück. Als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation ist der DBSV nicht in der Lage, die alleinige Trägerschaft zu übernehmen – der Verband kann die Veranstaltung ohne weitere Partner weder finanziell noch personell umsetzen.
Der Hörspielpreis der Kriegsblinden wurde 1950 gegründet und seit 1952 jährlich an ein für einen deutschsprachigen Sender konzipiertes Original-Hörspiel verliehen, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert. Von 1952 bis 2019 war der Bund der Kriegsblinden (BKD) Träger des Preises. 1994 kam die FMS als weiterer Träger hinzu. 2020 übernahm der DBSV die Mitträgerschaft vom BKD.
Mit einer Neuausrichtung, drei Preiskategorien und dem neuen Titel Deutscher Preis für Audiostories öffnete sich der Wettbewerb im vergangenen Jahr erstmals für Podcasts und andere Formen des kreativen Audioerzählens und setzte so ein Zeichen für die Vielfalt, Relevanz und Zukunftsfähigkeit des Mediums.
Anfang 2026 ist die FMS aus der Trägerschaft und der Umsetzung des Preises ausgestiegen. Für eine Preisverleihung im Jahr 2027 ist der DBSV aktiv auf der Suche nach interessierten Partnern.